Futterumstellung bei Katzen

Logischerweise vollzieht man eine Futterumstellung von einem minderwertigen Futter zu einem höherwertigen Futter. Möglicherweise ist es auch notwendig aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Futteränderung zu vollziehen. Leider passiert es immer noch, dass Katzenhalter einer Katze ein neues, „besseres“ Futter vorsetzen und es dann enttäuscht entsorgen, weil die Katze es nicht sofort frisst. Oder das neue Futter wird sofort angenommen, aber die Katze reagiert mit Erbrechen und Durchfall usw. In beiden Fällen liegt der Fehler meistens auf der anderen Seite der Futterschüssel: Beim Katzenhalter.

Eine Futterumstellung bei einer Katze kann sehr viel Geduld und Konsequenz erfordern und durchaus einige Wochen dauern. Deshalb sollte eine Umstellung immer im Kopf des Katzenhalters beginnen. Wenn man sich gut informiert hat und sich wirklich sicher ist, dass das neue Futter für die Katze besser ist als das alte, nur dann kann man eine solche Umstellung wirklich vollziehen.

Katzen haben von Natur aus ein relativ enges Beutespektrum und daher ist ihr Verdauungssystem nicht auf massive und plötzliche Änderungen eingestellt.
Der wesentlichste Aspekt einer Futterumstellung ist also die Zeit. Eine Umstellung sollte immer langsam und schrittweise vollzogen werden. Dies gilt auch, wenn die Katze das neue Futter gleich mit Begeisterung annimmt.

Meistens ist das aber nicht der Fall. Ein unbekanntes Futter wird häufig zunächst abgelehnt. Hat eine Katze erfahren, dass sie ein bestimmtes Futter verträgt, hat sie eine Abneigung gegen jedes Futter, dass diesem gewohnten Futter nicht ähnlich ist. Kriterien sind hierbei der Geruch, die Konsistenz, der Geschmack und das Aussehen des Futters. Einer Katze also einfach ein unbekanntes Futter zu servieren und zu erwarten, dass sie dieses nun frisst, ist der falsche Weg.

Diese Aspekte erfordern immer eine langsame und kleinschrittige Umstellung. Manchmal ist es notwendig, das neue Futter regelrecht in homöopathischen Dosen mit dem bekannten Futter zu mischen. Der Geruchssinn der Katzen ist hervorragend ausgebildet. So kann schon eine winzige Menge des neuen Futters „errochen“ werden.

Selbstverständlich sollte eine Katze nicht nur mit einer Futtersorte gefüttert werden. Wenn hier von „dem neuen Futter“ die Rede ist, meine ich damit, dass man immer nur eine Sorte nach der anderen einführen sollte. Aber keine Angst, wird das erste hochwertige Futter akzeptiert, ist die Einführung weiterer hochwertiger Sorten meist einfacher.

Man steigert also die Menge des neuen Futters im Verhältnis zum bekannten Futter täglich ein wenig. Verweigert die Katze eine neue Mischung plötzlich, darf man ruhig wieder eine Stufe zurückgehen, aber nicht wieder das alte Futter pur geben. Besser die Steigerung langsam angehen lassen und eine Weile die akzeptierte Mischung weiter geben.

Katzen fressen woran sie gewöhnt sind, und woran wir sie gewöhnen liegt in unserer Hand.

Um eine Katze an ein besseres Futter zu gewöhnen, sind alle Tricks erlaubt. Oft ist es hilfreich, besonders geliebte „Leckerlies“ mit dem neuen Futter zu mischen.

Verweigerung des neuen Futters:
Eine neue Futtersorte wird primär dann verweigert, wenn das neu angebotene Futter weniger oder keine Geschmacksverstärker, Lock- und Aromastoffe enthält. In diesem Fall ist es wichtig, die Katze zum wirklichen Probieren zu bewegen, da der gewohnt intensive Lockgeruch fehlt.