Futterumstellung bei Hunden

Logischerweise vollzieht man eine Futterumstellung von einem minderwertigen Futter zu einem höherwertigen Futter. Möglicherweise ist es auch notwendig aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Futteränderung zu vollziehen. Leider passiert es immer noch, dass Hundehalter einem Hund ein neues, „besseres“ Futter vorsetzen und es dann enttäuscht entsorgen, weil der Hund es nicht sofort frisst. Oder das neue Futter wird sofort angenommen, aber der Hund reagiert mit Erbrechen und Durchfall usw. In beiden Fällen liegt der Fehler meistens auf der anderen Seite der Futterschüssel: Beim Hundehalter.

Eine Futterumstellung bei einem Hund kann sehr viel Geduld und Konsequenz erfordern und durchaus einige Wochen dauern. Deshalb sollte eine Umstellung immer im Kopf des Hundehalters beginnen. Wenn man sich gut informiert hat und sich wirklich sicher ist, dass das neue Futter für den Hund besser ist als das alte, nur dann kann man eine solche Umstellung wirklich vollziehen.

Grundsätzlich verläuft die Futterumstellung bei jedem Hund unterschiedlich, was von diversen Faktoren abhängig ist.

Verweigerung des neuen Futters:
Eine neue Futtersorte wird primär dann verweigert, wenn das neu angebotene Futter weniger oder keine Geschmacksverstärker, Lock- und Aromastoffe enthält.
In diesem Fall ist es wichtig, den Hund zum wirklichen Probieren zu bewegen, da der gewohnt intensive Lockgeruch fehlt. In den meisten Fällen wird das Futter nach ausgiebiger Bewegung besser angenommen. Rein psychologisch kann man das neue Futter anfangs auch als ein ganz besonderes Leckerli anbieten.

Stufenweise Futterumstellung:
Bei der stufenweisen Futterumstellung, die am häufigsten praktiziert wird, werden neues und ‘altes’ Futter gemischt. So dass man nach ca. 5 Tagen insgesamt auf das neue Futter umgestellt hat. Diese Art der Umstellung ist eigentlich für alle Hunde geeignet, die keine besonderen Empfindlichkeiten aufweisen.

1. Tag: 90 % altes Futter, neues Futter als Leckerli geben
2. Tag: 75 % altes Futter, 25 % neues Futter
3. Tag: 50 % altes Futter, 50 % neues Futter
4. Tag: 25 % altes Futter, 75 % neues Futter
5. Tag: 0 % altes Futter, 100 % neues Futter

Abrupte Futterumstellung:
Bei der abrupten Futterumstellung wird der Hund von einer Mahlzeit auf die andere vollständig auf ein neues Futter umgestellt. Erstaunlich viele Hunde haben bei dieser Art der Umstellung wenig oder keine Probleme. Empfindlichere Hunde reagieren hierbei aber häufig mit Verstopfung, Durchfall, breiigem Kot oder nach 2-3 Tagen mit einsetzendem Appetitmangel.

Die abrupte Futterumstellung ist nur für Hunde geeignet, die sehr robust sind und von denen der Besitzer genau weiß, dass der Hund damit klar kommt.

Bei Tieren die sehr empfindlich auf eine Futterumstellung reagieren, sollte man sich mehr Zeit lassen (eine langsame Umstellung über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen).